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Deutsche Sprache

Deutsche Literatur

Deutsche Literatur

Die deutsche Literatur besteht aus einer Vielzahl kultureller Aspekte und umfasst Werke, die aus Russland, Österreich, Deutschland, der Schweiz und aus Ungarn kommen. Die deutsche Literatur kennt keine Grenzen. Aus den verschiedenen kulturellen Hintergründen entsteht eine interessante literarische Konfrontation. Die besten Beispiele dafür sind wohl Romane über die moderne Zeit und Familiengeschichten von Autoren wie Angela Krauss, Robert Menasse, Norbert Gstrein, Melitta Breznik und Hans-Ulrich-Treichel. Dementsprechend ist es auch verständlich, warum Herta Müller, eine rumänisch-deutsche Schriftstellerin, große Anerkennung genießt und dass die jungen Autorinnen Zsuzsa Bánk und Terézia Mora, beide aus Ungarn, großen Erfolg mit ihren schriftstellerischen Debüts "Der Schwimmer" (2001) und "Seltsame Materie" (1999) haben. Die deutsche Literatur umfasst sowohl Texte in deutscher Sprache,also auch solche, die in anderen Ländern geschrieben wurden, als auch Texte, die in den geographischen Grenzen Deutschlands entstanden.

Die deutsche Literatur kann in mindestens 10 grundlegende Epochen eingeteilt werden.

Mittelalterliche Literatur

Der Ursprung der deutschen Literatur geht auf die Zeit der Karolinger zurück und umfasst Werke in Latein und Althochdeutsch. Es gab eine Vielzahl von Werken, die in alter Sprache geschrieben wurden. Leider sind viele von ihnen verloren gegangen und das einzig überlebende und dadurch auch bekannteste Werk ist ein kleines Stück in Versen, das Hildebrandslied. Weitere wichtige kurze aber hervorragende Werke sind das Ludwigslied, das Evangelienbuch von Ottfried von Weissenburg (Gospel Harmonie) und Heliand, ein heldenhaftes Epos über das Leben von Christus, welches im nordischen Dialekt Alt-Sachsens geschrieben wurde. Die Zeit des Althochdeutsch war Mitte des 11. Jahrhunderts und wurde vom Mittelhochdeutschen in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts abgelöst. Das beste Beispiel für diese literarische Zeit ist „Annoiled“.

Einige literarische Vertreter des Mittelalters sind Heinrich Frauenlob, Rudolf von Ems, Reinmar der Alte, Herzog Ernst, Ulrich von Türheim, Konrad von Würzburg und Heinrich von Freiberg vertreten.

Barock

Die Barockzeit war eine der schöpferischsten Epochen der deutschen Literatur. Viele Schriftsteller reflektierten in ihren Poesie- und Prosastücken die schrecklichen Erfahrungen des Dreißigjährigen Krieges. Grimmelshausen's Abenteuer des jungen und naiven Simplicissimus, im Eponimus-Buch, wurden zum wichtigsten Roman der Barockzeit. Andreas Gryphius und Daniel Caspar von Lohenstein schrieben deutschsprachige Tragödien und Trauerspiele, die häufig klassische Themen behandeln und mitunter ziemlich gewalttätig sind. Erotische, religiöse und generelle Poesien erschienen in Deutsch und Latein.

Aufklärung

Aufklärung, bezeichnet eine philosophische Bewegung des 18 Jahrhunderts, die die Erneuerung von Wissenschaft und Bildung anstrebte. Genauer gesagt, ist es eine intelektuelle Strömung, die zu rationalem und verständnisvollem Verhalten aufruft und nach vertrauenswürdiger Erkenntnis, Ästhetik und Ethik strebt. Die Führer dieser Bewegung hielten sich selber für die mutige Elite der Intelektuellen, die nach dem dunklen Mittelalter, das von Tyrannei, Aberglaube und Irrationalität charakterisiert wurde, zum Fortschritt der Welt beitrugen.

Aus dieser Strömung entstanden zusammen mit dem Aufstieg des Kapitalismus und der Geburt des Sozialismus die Revolutionen in Amerika und Frankreich. Die Musik dieser Zeit wurde stark vom Hoch-Barock beeinflusst und die Kunst orientierte sich am Neoklassizismus.

Sturm und Drang

Sturm und Drang war eine deutsche literarische Strömung, die sich im späten 18. Jahrhundert entwickelte. Diese Epoche dauerte ca. von 1767 bis 1785 und hat den selben Namen wie ein Stück von F. M. von Klinger. Die größte Persönlichkeit dieser Bewegung war Goethe, der 1773 sein erstes großes Drama, „Götz von Berlichingen“schrieb. „Die Leiden des jungen Werther“, sein bekanntester und repräsentativster Roman, entstand 1774. Weitere wichtige Schriftsteller waren Klopstock, J. M. R. Lenz, und Friedrich Müller. Die letzte große Persönlichkeit war Schiller, dessen Stück "Die Räuber" und andere frühe Werke das Präludium der Romantik bildeten.

Klassizismus

Der Klassizismus orientiert sich sehr stark an der klassischen Antike und dem antiken Verständnis von Geschmack. Da es eine ziemlich formelle und kontrollierte Bewegung ist, wird es öfters als Gegensatz zur Romantik angesehen. Dies ist hauptsächlich in Friedrich Nietzsche's Werken zu erkennen, die den Gegensatz zwischen dem Klassischen und dem Dionysischen hervorheben.

Romantik

Als Romantik bezeichnet man die künstlerische und intelektuelle Bewegung, die im Westeuropa des späten 18. Jahrhunderts zu Hause ist. Angefangen beim klassischen Verständnis von Kunst, versuchte diese Bewegung Phantasie, Freiheit und starke Emotionen zu betonen. Außerdem war eines der Hauptthemen der Romantik die Hervorhebung der Persönlichkeiten, die als heldenhafte Menschen oder Künstler angesehen wurden.

Junges Deutschland

Junges Deutschland war eine Gruppe deutscher Schriftsteller zwischen 1830 und 1850. Diese junge Strömung stellte eine Gegenbewegung zur Romantik dar und wurde von Journalisten, Denkern und Poeten verkörpert. Der deutschen Romantik fehlte es an politischem Aktivismus. Durch vermehrt aufkommende allgemeine Schulbildung erhöhte sich die Alphabetisierungsrate. In den 1830er Jahren sanken die Preise für sämtliche Printmedien und eine Reihe junger gebildeter Männer stürmte in die “freien Berufe”.

Naturalismus

Der Naturalismus hatte auch Einfluss auf Kino und Theater. Naturalistisches Kino entstand zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert mit dem Ziel eine perfekte Abbildung der Realität herzustellen: ein unpoetisch literarischer Stil, der das reale Leben der Menschen wiederspiegelte.

Expressionismus

Im Expressionismus hatten die Künstler die Intension, die Realität zu verstümmeln, um Emotionen auszulösen. Expressionismus ist in vielen Kunstarten, wie Kino, Literatur, Musik, Malerei und Architektur, zu erkennen.

Dadaismus

Dadaismus, auch als Dada bekannt, ist eine kulturelle Bewegung, die sich nach dem ersten Weltkrieg ausbreitete. Sie beeinflusste die Literatur (hauptsächlich die Poesie), graphisches Design, Bildende Kunst und Theater. Die Bewegung war, unter anderem, ein Protest gegen die Grausamkeiten des Krieges. Dadaisten glaubten an eine repressive intelektuelle Starrheit in der Kunst und im alltäglichem Leben; ihre Werke wurden von einer absichtlichen Irrationalität und der Ablehnung einer überwiegend standardisierten Kunst charakterisiert. Der Dadaismus beeinflusste spätere Strömungen, vor allem den Surrealismus.